Unsere Amira

Amira ist der Drittname einer unserer Töchter. Benannt wurde sie nach einem kleinen Mädchen in Kairo, das Renate 1995 während eines Stipendiums in Ägypten kennenlernte. Der Name gefiel ihr sogleich.

Amira ist auch der Name eines Schiffes, mit dem wir auf Tauchsafari in West-Papua gegangen sind – eine besondere Tour, unsere nachträgliche Hochzeitsreise.

Der Name Amira ist in vielen Sprachen gut zu verstehen und schnell im Funkalphabet zu buchstabieren: Alpha – Mike – India – Romeo – Alpha. Das ist ein unschlagbarer Vorteil, wenn es darum geht, sich über Funk zu melden. Von daher stand für uns schnell fest, dass Amira der ideale Name für unser Segelboot, eine Lagoon 450S, ist.

Unsere Amira ist ein französischer Katamaran. Einen schicken Einrumpfer – womöglich noch mit zwei Masten – finden wir optisch viel schöner. So elegant durch die Wellen gleiten wie ein Einrumpfer kann unsere Amira nicht. Dafür aber liegt sie nicht auf der Seite. Wenn beim Einrumpfer bereits Bücher aus dem Regal fallen und ungesicherte Gläser vom Tisch rutschen, bleibt bei uns noch alles, wo es ist. Wir wackeln nur ein wenig hin und her – was nicht heißt, dass es auf unserer Amira bei ungünstigen Winden und Wellen nicht ungemütlich werden kann. Aber grundsätzlich ist ein Katamaran für einen Parkinson-Kranken, dessen Muskeln zunehmend starr werden und der mit seiner Standfestigkeit kämpft, besser geeignet. Wir hoffen sogar auf den gegenteiligen Effekt: darauf, dass Peter seinen Gleichgewichtssinn durch die permanente Übung auf einem schwankenden Schiff länger erhalten kann als auf dem Land.

Daten zur Amira

Typ: Lagoon 450S
Baujahr: 2019, Belleville-sur-Vie
Zwei Motoren: Yanmar 4JH57 mit jeweils 57 PS (41,9 KW)
Länge: 13,96 m / 45 Fuß
Länge über alles: 14,66 m 
Breite: 7,81 m 
Tiefgang: 1,30 m
Gewicht: 15,5 t 
Wassertank: 4 x 175 l 
Treibstofftank: 2 x 520 l.
Generator: Fischer Panda 10kVA Solarzellen Solbian

Wir haben das Boot aufgerüstet mit einem Generator, dem Panda 10000i 10kVA von Fischer Panda. Weil dieser seinen Diesel nur aus dem Treibstofftank auf der Steuerbordseite bezieht und dies langfristig zu einem Ungleichgewicht im Boot führt, haben wir die Treibstofftanks miteinander verbunden. Handgeschaltet können wir nun bei Bedarf Diesel von der Backbordseite zur Steuerbordseite pumpen. Außerdem haben wir in Curaçao einen Bavaria-Kompressor (FT100) für das Befüllen von Tauchflaschen eingebaut. Über Starlink können wir auch auf offenem Meer Internet empfangen und Wetterdaten herunterladen. 

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